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Alles was ihr tut, geschehe in Liebe.

1. Korinther 16,14

 

Liebe Geschwister und Freunde!

Den Heiland anschauen!

Mit diesen Worten überschreibt Alfred Christlieb einen Abschnitt über die Auslegung unserer Jahreslosung, die ich uns im folgenden wiedergeben möchte:
„Jesus ließ alle seine Dinge in der Liebe geschehen. Als er dem reichen Jüngling sagte: "Eines fehlt dir!" , so geschah das in Liebe; denn es heißt: "Er sah ihn an und liebte ihn" (Mk. 10, 21).
Wenn Jesus viele verlorene, unbekehrte Menschen anblickte, so hat er sie in einer Liebe angeblickt, in der es ihn jammerte, "denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben" (Mt. 9, 36).
Als Jesus der Martha ihren falschen Arbeits- und Sorgengeist wegnehmen wollte, da nahm er ihn in der Liebe weg; denn "Jesus hatte Martha lieb" (Joh. 11, 5).
Ja, selbst wenn Jesus die Heuchler, die Pharisäer, in heiligem Zorn zurechtwies und entlarvte, so hat er sie in der Liebe entlarvt, bei der ihm keine eigene sündliche Bitterkeit unterlief.
Als Jesus am Kreuz hing und von lauter höhnenden Menschen umgeben war und gelästert wurde, da hat er sie nicht voll Abscheu und Widerwillen angeblickt, sondern er hat in der Liebe gebetet: "Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!" (Lk. 23, 34).
Als Jesus seine Mutter ansah vom Kreuz, da sah er sie in der Liebe an, die sie in zarter Fürsorge dem Johannes anvertraute:
"Frau, siehe, das ist dein Sohn!" - "Siehe, das ist deine Mutter!"
(Joh. 19, 26 f.).
Als Jesus den Petrus nach der Verleugnung anblickte (Lk. 22, 61), da blickte er seinen gefallenen Jünger in der Liebe an, nicht in bitterem Zorn. Es lag etwas in dem Blick, das tiefer wirkte als tausend Strafpredigten. Unter diesem Blick erkannte Petrus seine Sünde und weinte bitterlich über sie.

Der Geist ist uns verheißen

Es geht die Verheißung durch das ganze Neue Testament: Jesus will seinen Geist in die Seinen geben und in ihnen wirken lassen. Nur so können wir alle unsere Dinge in der Liebe geschehen lassen. Du sagst vielleicht: "Gewisse Dinge, z. B. manche Auseinandersetzung mit Menschen, die mir unrecht taten, könnte ich niemals in der Liebe abmachen." Gut, bekenne gerade das dem Heiland, sage ihm deine Unfähigkeit zu lieben, bekenne dein liebloses Herz vor ihm. Lass dich im Kämmerlein füllen mit der Liebe, die keinen falschen Ton anschlägt, der andere verletzt. Herzliches Erbarmen soll aus dir sprechen. Auf die arme, lieblose Welt macht nichts einen solchen Eindruck wie ein Mensch, der alle seine Dinge, auch die kleinen und unangenehmen, in der Liebe geschehen lässt.“

Gottes liebevoller Segen für 2024!

Viele Grüße von

Ursula & Reinhard Held mit David, Jonathan und Tim