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„Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum HERRN; denn wenn´s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl.“

Jeremia 29,7

 

Liebe Geschwister und Freunde!

Der Prophet Jeremia sagt im Auftrag Gottes seinen Landsleuten:

Die Stadt, in die ihr gefangen weggeführt worden seid und in der ihr mit den Menschen zusammenleben müsst, die ihr als Feinde und als Bedrohung anseht, oder wo ihr selbst ausgegrenzt seid, diese Stadt soll eure neue Heimat sein und ihr sollt den Frieden dieser Stadt suchen und für sie beten.

Luther übersetzte „Suchet der Stadt Bestes“ – Shalom steht da – sucht das, was der Stadt und seinen Menschen zum Frieden, zum Wohlergehen, zum Heil dient – denn dann wird es euch auch wohl ergehen, dann werdet ihr auch Shalom finden. Bleibt hier und baut euch Häuser, pflanzt Gärten, heiratet, gründet Familien, denkt an die nächste Generation in diesem Land. Hier in diesem Land will ich euch Frieden schenken und es euch gut gehen lassen. So wie es eine ungesunde Weltsucht gibt, gibt es auch eine Weltflucht, die mit wahrer Frömmigkeit nichts zu tun hat.

Aus den Thessalonicherbriefen erfahren wir, dass einige Christen aufgehört haben zu arbeiten, weil sie dachten, das die Wiederkunft Jesu und das Ende der Welt unmittelbar bevor steht. Immer wieder gab es in der Kirchengeschichte Bewegungen, die sich zurückzogen, die Welt ihrem Schicksal überließen und nur noch auf das Ende warteten. Der Bibel ist so eine Haltung fremd. Paulus musste denjenigen sagen, die vor lauter Endzeiterwartung das Arbeiten aufgehört haben: wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen.

Es steht uns gut an: für die Regierungen zu beten, damit wir unseren Glauben in Frieden leben können. Genau das sagt auch der Prophet Jeremia im Gegensatz zu den falschen Propheten, die eine baldige Rückkehr versprechen: Baut Häuser, pflanzt Gärten, gründet Familien! Der Auftrag zum Pflanzen eines Gartens erinnert ja an den Paradiesgarten, den Gott dem Menschen zum Bebauen und Bewahren anvertraut hatte, es erinnert auch an die Heilszeit am Ende der Zeit. Wer einen Garten bepflanzt und hegt, der lebt im Hier und Heute und erfüllt Gottes Auftrag.

Es erinnert auch an das Wort Luthers: Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

„Suchet der Stadt Bestes und betet für sie“, das heißt, dass Christen eine grundsätzlich positive Einstellung gegenüber Staat, Gesellschaft und Kultur haben. Christen denken mit in Politik und Bildung und nehmen Ihre Verantwortung als Bürger wahr. Vor allem aber beten Menschen, die Gott kennen, für die Stadt, in der sie leben und alle, die darin Verantwortung tragen.

Das Ziel Gottes ist der Friede: „Denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben.

Viele Grüße von

Ursula & Reinhard Held

mit David, Jonathan und Tim